Herr Schwarz
Der Mann findet es ehrenrührig, als „regimekritisch“ bezeichnet zu werden. Allen Ernstes rügt er „Wenn wir in dieser Form betitelt werden, dann müssten NAHEZU ALLE westlichen oder zumindest deutschen Medien als 'regimekritisch' bezeichnet werden“. Offenbar sind ihm Aufgabe und Funktion der freien Presse nicht geläufig. Denn sonst hätte er bei seiner Haarspalterei zu dem logischen Schluss kommen müssen, dass selbstverständlich alle deutschen Medien per se „regimekritisch“ zu sein haben und es überaus bedauerlich ist, dass manche es nicht sind.
Tatsache ist, dass der China Observer diverse regimekritische Artikel veröffentlicht hat. Diesen zum Beispiel. Sollen wir nun aus diesem Umstand schließen, dass Dissidenten dort unter Vorspiegelung falscher Tatsachen vorgemacht wurde, sie träfen auf Gleichgesinnte? Etwa, um Widerstand zu neutralisieren? So, wie Xinhua das laut Reporter ohne Grenzen betreibt? Dort wurde plötzlich von oben genehmigte, natürlich gefilterte Kritik an der Partei veröffentlicht, nachdem die Kritiklosigkeit der Berichterstattung Glaubwürdigkeitsverluste bewirkt hatte. Propaganda ist perfide.
Vielleicht will sich Schwarz nun von seinen regimekritischen Autoren distanzieren? Interessant wäre, zu erfahren, wem er sich damit andienen will. Im Informationsministerium in Peking klopfen sich gerade alle auf die Schenkel.
Labels: Medienbetrieb


3 Kommentare:
Herr Hein,
ihr Vorwurf der Haarspalterei kann getrost zurückgegeben werden - mir ist ein Rätsel wie sie sich dazu versteigen uns vorzuwerfen wir würden "Dissidenten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen vormachen, sie träfen auf Gleichgesinnte". Ich denke mal Herr Schwarz hat für jeden klar deutlich gemacht, das wir uns weder von Ihnen (china-observer = williger Erfüllungsgehilfe des chinesischen Regimes) noch von manchen Lesern (china-observer = anti-chinesisches Propagandablatt) in Schubladen stecken lassen.
Yiruisi (Mitglied des Redaktionsteams)
Hallo Herr Hein,
Ihr Kommentar ist so daneben, dass man dazu nichts sagen braucht außer: typisches Schwarz-Weiß-Denken
Xiao Yu (China Observer)
Wird jetzt die ganze CO-Redaktion hier auflaufen? Wir machen das auch gerne im Paket.
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